K100 Treffen Peniscola ES

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Die Idee auf dieses Treffen zu fahren wurde auf dem Jahrestreffen in Olpe 2008 geboren. Da lief Louis (KUK) mit Handzetteln herum und lud alle die mit Ihm sprachen ein das Treffen zu besuchen. So ging eine mehrmonatige Planung die Anfangs von EhliSTD geführt wurde im Forum los. Nach einigem hin und her stellten sich dann nach und nach 6 Teilnehmern heraus. Das Abenteuer Spanien begann für den größten Teil der Gruppe am 15.10. mit dem Start in Richtung Neu Isenburg.

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Die Truppe bestand aus André alias "die_rote_K", Robert alias "K_robeRT" Eric alias "EricBT", Rainer alias "RainerBT" Frank alias "FrankEN" und ich alias "GerdTIR".

Wobei die Anreise nicht bei allen in der Gruppe klappte, Eric hatte seinen Urlaub um eine Woche früher, er reiste komplett auf eigener Achse an und fuhr auch wieder nach Hause. Wobei er ca. 4300 km zurücklegte.

Der Rest der Truppe startete am 15.10. nach Neu Isenburg bei Frankfurt um mit dem Autozug in der Nacht nach Narbonne zu fahren. Robert musste aus Zeitgründen auch am Montag mit dem Zug wieder zurück fahren.


1. Tag

Wir starteten gegen 9:00 Uhr bei mir und fuhren dann über die Tankstelle Stich in Kemnath zu Rainer. Von dort aus führte uns der Weg über die Fränkische Schweiz nach Westen. Bei der Streckenplanung haben wir versucht Ballungsgebieten so weit wie möglich auszuweichen.

Unser Weg kann unten in der Karte nachverfolgt werden. Die Vogelsburg auf der wir unsere Mittagspause machten, fanden wir zufällig. Ich war sehr überrascht das wir hier so eine gute Aussicht hatten.

Gegen 17:00 Uhr stellten wir uns dann am Bahnhof in Neu Isenburg ein. Die Verladung lief Reibungslos. Nach dem parken und Verzurren des Motorrades, gingen wir in den Wartebereich da der Zug erst gegen 20:00 Uhr los fuhr. Die Reservierung und Buchung hatte einwandfrei geklappt, so fanden wir nach dem Besteigen des Zuges alles so vor wie bestellt. Nachdem wir 5 Leute uns den Platz in der Schuhschachtel eingerichtet hatten. Konnten wir zum gemütlichen Teil übergehen. Die Raucher genossen jeden längeren Aufenthalt um auf dem Bahnsteig mit Rauch versetzte frische Luft zu atmen!

Bis wir dann gegen Mitternacht in die Schlafkojen krochen und versuchten den gesuchten Schlaf zu finden.

Hier die gefahrene Strecke:

 


2. Tag

Morgens gegen 07:00 Uhr wurden wir nach einer unruhigen Nacht kurz vor Narbonne wach. Es waren alle noch da, keiner wurde beim Rauchen auf dem Bahnsteig vergessen.

Wegen einer Verspätung der Bahn kamen wir erst gegen 11:00 Uhr in Narbonne an. Dort mussten wir vor dem Bahnhof in den Bus steigen um auf die andere Seite des Bahnhofs gefahren zu werden. Dort durften wir dann am Autoterminal wieder aussteigen. Nachdem die Waggons rangiert waren wurden die Fahrzeuge gelöst und wir konnten die Motorräder wieder abladen.

Nun wurde das Gepäck wieder aufgepackt und losgefahren. Nachdem wir die Stadt hinter uns hatten, fuhren wir zwischen Weinfeldern in Richtung Pyrenäen. Eine komplett andere Welt tut sich auf. Die Landschaft, die Flora und Fauna sind ganz anders wie von zu hause gewohnt. Der Herbst treibt sein buntes Farbenspiel mit den Blättern der Weinreben.

Eine erste Pause legten wir in einem Parkplatz in den Ausläufern der Pyrenäen ein. Dort realisierten wir dann erst, das das Abenteuer Spanientour bereits voll läuft! die Stimmung war gut und die Vorfreude auf die nächsten Tage war zu spüren.

Über die weitere Streckenführung kamen wir dann immer tiefer in die Pyrenäen hinein, bis wir in einem immer enger werdenden Tal einer kurvigen Straße folgten. Plötzlich stand an der rechten Seite ein Schild "Achtung Seitenwind". Im ersten Moment war ich völlig überrascht und dachte mir was soll das? Links eine Felswand, rechts ein Bach und dann wieder eine Felswand. Wo soll hier Seitenwind herkommen? Bis wir dann an den Eingang der Georges da Galamus kamen. Wir mussten unter einer, von links kommenden, leicht überhängenden Felswand durch und von der rechten Seite stand ein Felshacken über die Straße. Ähnlich einem Tor bei dem ein Teil im Torbogen fehlte. Sobald man in diesen Felsschlund kam blies einem ein Wind ins Gesicht, dass man meinte man fliegt vom Motorrad.

Beim Halt unmittelbar nach diesem Torbogen war man kurz vor der engsten Stelle der nun wesentlich tiefer und immer weiter werdenden Schlucht. Dieser Durchgang hatte eine Funktion wie eine Düse. Der von Süden eindringende Wind komprimierte sich so stark das er mit einer gewaltigen Kraft durch die Felsenenge drückte.

Um die gesamten Ausmaße dieser Schlucht sehen zu können, stiegen wir ab und stellten dann fest das die Wände der Schlucht fast senkrecht abfielen und gut 150 bis 200 Meter tiefer im Grund mit einem kleinen Wasserlauf gründete. Die Schlucht wurde dann immer weiter, am Eingang war ein Parkplatz angelegt von dem man eine schöne Aussicht in die Schlucht hatte. Dort sah man dann auch das eine kleine Einsiedelei in eine Felsnische gebaut war.

Nach der Genuss der Aussicht setzten wir unsere Fahrt fort, da das Ziel Monserat noch sehr weit entfernt war. Über eine weiter mehr wahllos gesetzte Routenplanung kamen wir in ein Hochland das vor langer Zeit mit einem Gletscher bedeckt gewesen sein musste. Da überall unterschiedliche große Findlinge herum lagen. Eine Gruppe war namentlich benannt mit dem Begriff "Roc de Cornut".

Nach einer kurzen Pause setzten wir die Fahrt fort kamen nach Spanien und versuchten Monserat noch einigermaßen pünktlich zu erreichen. Dort kamen wir dann gegen 20:15 Uhr an. Was leider schon zu spät war, da alles schon geschlossen war. Zwei Parkwächter hielten uns am Eingang der Klosteranlagen auf und baten uns die Motorräder zurück zum Parkplatz zubringen und zu Fuß zu gehen. Nach einigen Verhandlungen konnten wir an der Wendeplatte stehen bleiben und ich lief zu Fuß in das Kloster um nach einem Zimmer fragen zu können. Hier hatten wir leider Pech, das Hotel war voll.

So verließen wir den Klosterberg und suchten uns im nächsten Ort ein Zimmer. Welches wir im Hostal Gullieumes auch fanden. Nach einem guten Abendessen legten wir dann auf Ohr!

Hier die gefahrene Strecke:


3. Tag

Der dritte Tag begrüßte uns mit Sonnenschein und moderaten Temperaturen. Nach einem Frühstück packten wir die Motorräder, an diesem Tag konnten wir Andre überzeugen seinen Rucksack als Packsack zu verwenden und platzierten diesen auf dem Heck der RS. Somit war es für Ihn auch etwas angenehmer. Wir starteten weiter in Richtung Matonell und schwenkten kurz vorher nach Südwesten ab und versuchten möglichst im Gebirge zubleiben. Was auch sehr gut gelang. Es waren einfach Traumhafte Straßen die wir hier befuhren.

In den Bergen war es wieder grüner, doch die Bewuchs bestand mehr aus Büschen und kleinen Bäumen. Ab und an hatte man schöne weite Ausblicke in die umliegende Landschaft. Kurz nach Mittag kamen wir auf einer Anhöhe an ein verlassenes Gelände. Rainer und Frank erkundeten die Umgebung und stellten fest das es ein verlassenes Militärlager war. Welche Verschwendung diese Anlagen so verkommen zu lassen.

Nach dem Stopp ging es dann weiter immer dem Ziel Peniscola zu. In Poboleda gönnten wir uns noch einen Kaffee um dann weiter Richtung Ziel zu fahren. Um möglichst Viel von den Straßen im Hochland zu erleben. Bei der Streckenplanung hatte ich versucht alle strecken möglichst in den Bergen zu nützen.

Beim Kaffee vereinbarten wir das Frank sein Navi immer direkt nach Peniscola routen lies, während ich auf der geplanten Route weiter fuhr. Sobald die Ankunftszeit 18:00 betrug sollte er mir Bescheid geben. Gegen 15:00 Uhr meldete Frank das es soweit sei. Wir brachen die geplante Strecke ab und bogen auf die vom Navi errechnete direkte Route ab. Womit wir auf eine nicht so gut ausgebaute Straße kamen, die aber genauso schön war wie die geplante Route. Ungemütlich wurde es erst an der Küste auf der Schnellstraße, da hier kein Vorankommen mehr möglich war, da hier so viele LKW und PKW die Straße verstopften. Wir schafften es aber doch gegen 18:00 Uhr am Hotel anzukommen. Wo wir sogleich von Louis, der auch gerade ankam, und von Eric und Robert begrüßt wurden.

Nach dem Einchecken und einer Dusche fühlten wir uns gleich besser. Auf in die Bar, um die anderen Teilnehmer des Treffens kennen lernen zu können! Unten warteten bereits Eric und Robert und wir knüpften die ersten Kontakte mit den spanischen Teilnehmern. Welches uns mit ein paar Brocken Englisch ganz gut gelang. Später wurden wir dann mit Juan und Rosa bekannt gemacht. Beide sprechen ein sehr gutes Deutsch.

Gegen 20:00 Uhr fand dann das Abendessen statt, welches aus mehreren Gängen bestand und viele Spezialitäten beinhaltete. Juan erklärte uns jedes Gericht, geschmacklich waren wir begeistert. Dazu nahmen wir wie üblich ein gutes Glas Rotwein und Wasser. Nach dem Essen, wurde dann ein Spaziergang über die Strandpromenade gemacht und in der Bar Mandarina. Nach einigen guten Gesprächen und einem schönen Longdrink. Traten wir dann gegen Mitternacht den Weg in unser Hotelzimmer an.

Hier die gefahrene Strecke:


4. Tag

Am Samstag morgen gab es dann gegen 08:00 Uhr Frühstück! Nach dem Frühstück ging es erst mal raus ans Meer. Das Wetter war herbstlich kühl. Mann konnte aber schon das Flair der Küste spüren.

Nach einem kurzen Plausch mit einigen anderen Teilnehmern hieß es dann umziehen um für die Tour nach Morella fertig zu sein. Nachdem wir uns an der Strandpromenade sammelten, sah man nördlich in Richtung Benicarlo eine riesengroße Gewitterwolke stehen. Wir mussten aber ins Landesinnere wo das Wetter besser war.

Für uns ungewöhnlich starteten wir mit dem gesamten Tross in einer Gruppe, der Führer und der Schlussmann hatten eine gelbe Warnweste und die Springer eine rote Warnweste. Die Springer sperrten die Kreuzungen ab um dafür zu sorgen, das die Gruppe geschlossen blieb. Was manchmal nicht ganz ungefährlich war. die Jungs die den Job erledigten hatten aber Übung darin!

So ging es aus Peniscola raus in das Hinterland. Morella lag unerwarteter weise doch auf gut 1200 Meter Höhe. Der erste Teil der Samstagstour war mit ca. 120 km angelegt. Auf dem Weg dahin begann es ca. 40 km, vor dem Ziel zu regnen. Wäre vielleicht doch besser gewesen was wärmeres anzuziehen. Denn es wurde mit der Zeit doch sehr kalt.

In Morella angekommen, sammelten wir uns auf Geheiß des Führers direkt vor dem historischen Stadttor. Dann kam der Ortspolizist mit seinem Streifenwagen, setzte sich vor uns und öffnete die Sperren. So durften wir bis auf einen Platz kurz vor der Burgruine, mitten durch die sonst für Touristen gesperrte Altstadt fahren. Die Begeisterung der spanischen Touristen am Motorradfahren war schön anzusehen, als wir mit der Kolonne im Gänsemarsch durch die Gassen der Altstadt fuhren. Oben angekommen stellten wir die Motorräder am Platz auf und einige Leute aus der Organisation legten eine große Schnur auf. Juan sagte und auf unsere Nachfrage hin, das das traditionelle Festfeuerwerk abgebrannt wird. Dieses mal nur mit Böllern, wenn es nicht geregnet hätte, dann wären auch Raketen abgeschossen worden.

Danach gingen wir in die Stadt um einen Kaffee zu trinken und ein paar Besorgungen zu erledigen. Wir kamen in ein Geschäft in dem es viele regionale Spezialitäten gab. Hier konnte man Olivenöl, Käse, Schinken und diverse andere Regionale Produkte kaufen. Nach einem schnellen Kaffee ging es dann wieder hoch zu den Motorrädern und wir starteten den Rückweg an die Küste.

Der Weg führte dann über eine direktere Route mit ca. 80 km Länge wieder zurück an die Küste. Dort kamen wir in Benicarlo in das Restaurant "El Cortijo" an. Die Leute im Restaurant hatten einen vollkommen überdachten Innenhof geräumt um uns eine guten Parkplatz für unsere Motorräder anbieten zu können. In diesem Restaurant nahmen wir unser verspätetes Mittagessen ein. Dieses bestand aus mehreren Gängen. Ein besonderer Genuss!

Danach ging es dann über die Promenade wieder zurück ins Hotel. Nach dem Duschen fanden wir uns an der Bar wieder zusammen. Am frühen Abend setzte dann erneut der Regen ein, aus dem im Lauf des Abends ein richtiger Wolkenbruch wurde. Der Regen war so stark, dass innerhalb von 30 Minuten alles wo das Wasser nicht weiter ablaufen konnte 10 cm unter Wasser stand.

Gegen 22:00 Uhr begann dann unser letztes Gemeinsames Abendessen. Wieder gab es verschiedene "Früchte des Meeres" welche zwar auf den ersten Blick unbekannt waren, aber trotzdem sehr gut schmeckten. Gegen Mitternacht fand dann der offizielle Teil des Treffens statt. Den Sponsoren wurde mittels Urkunden gedankt für die Unterstützung. Uns deutschen Besuchern wurde die Nadel der Bruderschaft Überreicht und jedem ein T-Shirt des bmwmotos.com Forums geschenkt. Wir bedankten uns im Namen des Flyingbrick Forums für die Einladung durch Louis und für die gastfreundliche Aufnahme bei diesem Treffen. Anschließend wurde eine Verlosung durch geführt. Es gab viele wertvolle Preise, neben Handwerkzeugen, MP3 Playern auch Motorradhelme und Jacken, ein Wochenende im Hotel in Peniscola, eine BMW Jacke und als Hauptpreis einen Gutschein für einen BMW System 5 Helm. Dieser Abend fand noch einen Abschluss an der Bar.

Hier die gefahrene Strecke:


5. Tag

Am Sonntag morgen frühstückten wir und packten unsere Sachen zusammen. Heute war noch eine Besichtigung im Castello de Papa di Luna geplant, danach war das Treffen zu Ende. Das Wetter hatte sich beruhigt, es regnete nicht mehr. Als wir uns nach draußen begaben, stellten wir fest, dass das hintere drittel des Parkplatzes unter Wasser stand. Rainer und André hatten Ihre Motorräder ganz hinten geparkt. Beide Maschinen standen bis zur Felge im Wasser. So hieß es Schuhe aus, Socken aus, Hosen hochkrempeln und die Fahrzeuge Barfuß aus dem See zu retten. Was beiden auch ohne große Probleme schafften. Nun wurde gepackt Umgezogen und aus dem Hotel ausgecheckt.

Vor dem Hotel verabschiedeten wir uns dann von den spanischen Gastgebern und wurden dann in der Kolonne mit Polizeischutz zum Innenhof des Castels gebracht. Dort wartete eine spanische Führerin auf uns die die Anlage erklärte. Bei einem Rundgang lernten wir den Felsen mit dem Ort und dem Castel kennen. Die Befestigung wurde durch die Templer erbaut und genutzt. Im Keller des Castels war eine Ausstellung über die Templer zu sehen.

Leider begann es gegen 11:00 Uhr wieder zu regnen, was sich bis zum Abfahrtszeitraum massiv verstärkte. Bei fast sintflutartigem Regen starteten wir zur Rückreise. Der Regen war so stark das die Kanalisation überlief, das Wasser in großen Sturzbächen über die Straßen floss. Dies fiel mir aber auch erst auf, als ich mich wunderte, weil plötzlich ein Kanaldeckel mitten auf der Straße lag. gut einen Halben Meter daneben hatte der Bach eine Beule. Das war der Wasserschwall der sich aus dem offenen Kanalschacht einen Weg ins freie suchte. Ich war schon erleichtert, das mir der Kanaldeckel aufgefallen war. Da das Loch ohne Deckel auf meine direkten Spur lag und ich dort eigentlich durchfahren wollte. Bei unseren Versuchen nach Nordosten oder nach Norden aus Peniscola raus zu kommen scheiterten wir an Straßensperren oder überflutete Straßen. Selbst kleine Nebenstraßen, wurden in Senken von Regenwasserflüssen gequert. So das man nur mit dem Auto einigermaßen sicher durch die so entstandenen Furten fahren konnte. Nach ein paar vergeblichen versuchen versuchten wir unser Glück dann südlich von Peniscola.

Nach gut 30 Km Weg, brach plötzlich der Himmel auf und die Sonne kam Raus. Ab diesem Moment gab es keinen Regen mehr! So schlugen wir eine Schleife und kamen erneut nach Morella. Heute bei Sonne noch viel schöner als gestern bei Regen. Wir parkten dieses mal hinten und hatten so einen kurzen Weg in die Stadt. Da wir alle etwas Hunger hatten beschlossen wir unsere Mittagspause in einem kleinen Restaurant zu machen. Nach dieser Stärkung machten wir uns auf den Weg unser Tagesziel Lleida zu erreichen. Dieses schafften wir nach Einbruch der Dunkelheit gegen 20:30. Im dortigen Forumla1 Hotel fanden wir noch zwei Doppelzimmer. Für das Abendessen gingen wir in der Nachbarschaft in ein Restaurant. Nach einigen Gesprächen legten wir uns dann zur Ruhe!

Hier die gefahrene Strecke:


6. Tag

 

An diesem Tag starteten wir morgens in Lleida und führen auf kleinen Straßen in Richtung Bassella, das dortige Museo de la Moto war unser erstes Tagesziel. Ein wirklich empfehlenswerter Stopp. Den Tipp für den Besuch fand ich im Tourenfahrer Magazin. Der Rundgang durch das Museum war für Motorradbegeisterte ein Genuss, da hier Fahrzeuge in einem sehr guten Zustand vorhanden waren. Marken die es zum Teil schon lange nicht mehr gab. Als besonderes Schmankerl für uns BMW Fans war um Untergeschoss eine BMW Sonderschau zu sehen. Sogar eine Rennausführung einer K100 war in der Ausstellung vorhanden.

Nach dieser Besichtigung fuhren wir über wunderschöne Landschaften weiter nach Andorra. Dort war aber eine Hektik und ein Umtrieb, das wir ganz froh waren wieder in Frankreich auf kleineren Nationalstraßen fahren zu können. Auf dem Weg viel uns ein Schild das auf eine Burg Hinweis auf. Nach einem kleinen Anstieg kamen wir auf den Parkplatz um dort Pause zu machen. Bei einem Streifzug durch die Burg und die Ruine konnte man einen Eindruck gewinnen wie die Leute früher gelebt hatten.

Das Tagesziel war Albi, aber es war abzusehen, das dieses Ziel heute nicht mehr erreicht werden konnte. So fuhren wir die geplante Route weiter. Bis wir die Autobahn von Toulose nach Carcassone kreuzten. Danach kamen wir in den Ort Castelnaudary. dort suchten wir uns ein Zimmer im Hotel du Canal.

Auf anraten des Hotelbesitzers, gingen wir zum Essen in ein kleines Restaurant in der Stadt. Der Weg hatte sich gelohnt, vom Ambiente und vom Essen her war hier alles hervorragend!

Nach einem kleinen Abendspaziergang kehrten wir dann zurück in unsere Betten.

Hier die gefahrene Strecke:

 


 

7. Tag

Nach einem sehr umfangreichen Frühstück im Hotel du Canal, starteten wir zur nächsten Etappe! Aber nein, Stopp die Diva brauchte neue Schuhe! Also erst mal zum örtlichen Reifenhändler. Was Metzeler, nein hier bei uns nicht. Bridgestone oder Michelin, kein Problem. Auch ein Anruf in der Filiale in Carcasone brachte kein positives Ergebnis.

Nach einigen Überlegungen starteten wir nach Toulouse, dort fanden wir nach gut zwei Stunden Suche einen Händler der Michelin, Dunlop und Bridgestone im Angebot hatte. Montiert wurden dann Michelin. Was wieder gut zwei Stunden dauerte. So kamen wir gegen 13:00 Uhr in Toulouse vom Hof des Reifenhändlers. Um etwas Zeit zu sparen nahmen wir den direkten Weg über die Autobahn nach Albi. Hinter Albi fanden wir dann auch den Geplanten Einstieg in das Tal der Tarn.

Wir folgten dem Fluss und genossen die schönen Ecken und Winkel die sich entlang der kleinen Sträßchen auftaten. Gegen 15:00 Uhr meuterte die Truppe und hatte Hunger. So hielten wir an einem kleinen Restaurant um eine kleine Brotzeit zu machen. Daraus wurde aber ein richtiges "Fressfest" es gab nicht den gewünschten Schinken mit Brot, sondern eine große Platte mit Spezialitäten vom Schwein aus der Region. Die Wirtin brachte uns eine riesige Platte mit allen möglichen Würsten, Fleisch und Pasteten. Dazu Brot und (leider) Wasser. Nach diesem Mahl gönnten wir uns noch einen Kaffee und setzten den Weg fort.

Der Strecke weiter folgend, machten wir nochmals einen Tankstopp in Millau, hier haben wir leider versäumt die neue große Brücke zu besichtigen. Einige Kilometer weiter trafen wir dann noch mals auf das Tal der Tarn. Welches jetzt noch wilder und Gebirgiger war. Gegen 19:00 Uhr begannen wir mit der Suche nach einem Hotel, was nicht so einfach war. Da einige Häuser entlang der Strecke bereits geschlossen waren. So fuhren wir an insgesamt drei Hotels vorbei, bis dann gegen 20:30 Uhr das nächste Hotel vor uns auftauchte. Es war altes ein Schoss! Schade das meine Frau nicht dabei war.

Der Zimmerpreis war auch noch akzeptabel, nach einer kurzen Abstimmung auf dem Parkplatz, haben wir die Zimmer dann genommen. Es ging durch das Gebäude zum Turm, in dem war das Treppenhaus eingebaut. Dort in den zweiten Stock in die Zimmer. Die Zimmer waren sehr schön eingerichtet, man fühlte sich wie ein Fürst in diesen Räumen. Uns fehlten nur noch, wie oben schon erwähnt, unsere "Fürstinnen".

Nach einer Dusche und einem kleinen Abendessen begaben wir uns in unsere Gemächer!

Hier die gefahrene Strecke:

 

 


8. Tag

An diesem Morgen regnete es wieder. Der am gestrigen Tag besprochene Plan nochmals zurück in das Tal zu fahren wurde verworfen. Nach einem eher kargen Frühstück starteten wir mit der weiterfahrt. Gegen Mittag suchten wir uns in einer kleinen Stadt eine Kneipe und machten dort Mittag. Nach dem das Wetter auch nach dem Essen nicht besser wurde und die kleinen "nassen" Straßen auch nicht so recht Spaß machten, beschlossen wir schnellstmöglich auf die Autobahn zu fahren.Wir kämpften uns durch bis Saint Etienne um von dort an die Autobahn zu nützen.

Das vorankommen war hier sehr schnell möglich. Das neben der Nässe auch sehr kalt wurde waren wir LT Fahrer im Vorteil. Besondere Leidensfähigkeit bewiesen hier die RS Fahrer, da die Nässe und Kälte direkt an Sie ran kam. Mit zwei Pausen legten wir trotz der widrigen Weg nach Norden bis zum Einbruch der Dunkelheit zurück. Gegen 19:30 begann ich dann mit meinem Garmin nach einem Hotel zu suchen. Dolé schien als Zielort geeignet. Nach einigem Suchen fanden dann im Ibis Hotel noch zwei freie Zimmer.

Hier kam uns die Klimaanlage sehr entgegen, da wir so unsere nassen Sachen innerhalb von zwei Stunden trocken bekamen! Heizung volle Pulle, Klimaanlage auf 28 Grad. Zum Schlafen gehen wurde die Temperatur dann wieder auf ein erträgliches Maß abgesenkt. Ein weiterer Top Service war die Erlaubnis unsere Motorräder auf die Terrasse stellen zu dürfen. Somit standen die Bikes unter Dach und direkt am Gebäude.

Den Abend verbrachten wir dann im Restaurant, hier gönnten wir uns nochmals ein Menü und einigen Rotwein!

Hier die gefahrene Strecke:


9. Tag

Heute starteten wir nach einem guten Frühstück in Dolé in Richtung Vogesen. Wir fuhren bis Besancson auf der Autobahn. Dort drehten wir dann ab nach Norden in das Mittelgebirge.

Nach dem Frühstück hatten wir im Ibis Hotel in Dolé noch kurz die geplante Route Festgelegt. Es sollte über den Grand Alsac in das Gebirge hinein gehen. Auf der weiteren Wunschliste standen noch Col de Schlucht, Grand Ballon, und was uns sonst noch so vor die Räder kam.

Bei der Auffahrt auf den Grand Alsac, stellten wir dann fest, das die Straße gesperrt ist. Nun das Navi bot eine  Umfahrung auf parallel verlaufenden kleineren Wegen an. Was aber auch nicht weit führte, da die Wege dann doch zu unwegsam wurden.

So kehrten wir um und fuhren etwas weiter östlich nach Norden. So streiften wir in einem Bogen durch die Vogesen und das Rheintal. Gegen 17:00 Uhr wurde es dann doch schon etwas Kühler und wir machten uns auf zu unserem geplanten Abendquartier zu kommen.

Wir steuerten das Belchenstüble in Neuenweg an. Willi hatte zwei schöne Zimmer und ein gutes Abendessen für uns vier durch gefrorenen Kerle. Nach dem Abendessen kamen wir beim Billard in Stimmung und verbrachten so einen schönen letzten gemeinsamen Abend. Weit nach Mitternacht fanden wir den Weg in unsere Betten.

Hier die gefahrene Strecke:


10. Tag

An diesem Morgen waren wir die Herren des Belchenstübchens. Willi musste schon ganz früh nach Freiburg was erledigen.

Wir frühstückten gemütlich und packten unsere Sachen zusammen. Nachdem wir die Zimmer geräumt und die Motorräder aus der Garage geholt und aufgepackt hatten, ging die erste Verabschiedung los.

FrankEN startete auf der A5 nach Norden durch. Wir drei legten die Strecke in Richtung „Schauinsland“. Auf dem Schauinsland, herrschte eine total inverse Wetterlage. Es lag ungefähr auf der Mitte der Höhe eine dicke weiße Wolkendecke. Wenn man aus der Suppe draußen war hatte man unten gute Sicht. Oben war zur guten Sicht noch richtig schöner Sonnenschein. Nach der Passage des Schauinsland überquerten wir den Schwarzwald nach Osten und versuchten über die A8 und A81 die A6 zu erreichen. Schon nach einigen Kilometern war soviel los, das wir die Autobahn wieder verließen und uns unterhalb Stuttgarts nach Nordosten bewegten.

In einem Supermarkt bei Villingen wärmten wir uns bei einer Tasse Kaffee und etwas zu Essen wieder etwas auf. Die Leute betrachteten uns doch schon mit einem gewissen Maß an Mitleid. Man merkt doch das das Saisonkennzeichen bald abläuft! Es war an diesem Tag richtig kalt.

Nach einer Fahrt über die Landstraße erreichten wir dann bei Heidenheim die A7, hier klinkten wir uns wieder ein und folgten Ihr bis zur A6. Diese fuhren wir dann bis nach Nürnberg. Der A9 folgende kehrten wir dann am Abend wieder heim. Ich erreichte unser Haus gegen 20:00 Uhr

Hier die gefahrene Strecke:


Fotos 1

Aus über 1200 Fotos habe ich die besten rausgesucht und in zwei Alben in´s Web gestellt. Wir hoffen Ihr habt etwas Freude an der Tour! Wir werden noch lange daran zehren.

Hier ein Link zu Google Fotos!


Fotos 2

Hier ein Link zu Google Fotos

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